SALSAMANIE OHNE VERD(E)RUSS!

Salsa hat beim Open Doors Festival vor der Hugenottenhalle Tradition. Salsa Verde beim Open Doors Festival vor der Hugenottenhalle hat noch mehr Tradition. Aber Traditionen sind dazu da, irgendwann gebrochen zu werden. Damit allerdings unsere Salsa Fans nicht auch brechen, haben wir uns entschlossen, nur eine der beiden Traditionen zu brechen. Da, wenn Salsa Verde vor der Hugenottenhalle gespielt hätte, keine der beiden Traditionen gebrochen worden wäre, mussten wir uns leider allein aus rein logischen Gründen von Salsa Verde verabschieden. Das ist schwer nachvollziehbar aber wahr.

Auch wenn die Wahrheit heute ein Gut ist, welches unter den verbalen Ausgleitungen von einem gewissen Donald sehr gelitten hat, gibt es dennoch Tatsachen, denen selbst der dümmste Duck ins Gesicht sehen muss. Was soll das denn nun alles bedeuten und was will uns der Autor damit sagen? Fragt er sich gerade auch, aber Tatsache ist, dass es vor der Hugenottenhalle beim diesjährigen Open Doors zu einer Manie kommen wird. Ob dabei die Wahrheit mit Füßen getreten wird, sei einmal dahin gestellt, aber sicher ist, dass Füße zum Einsatz kommen werden. Tanzwütige Füße, treten sollen sie nicht, aber tanzen sollen sie, und tanzen dürfen sie, und tanzen müssen sie sogar. Und Grund zum Tanzen bekommen sie auch. Verursacherin der Tanzmanie ist eine gewisse Eva Tilly, die sich trotz ihrer blonden Vorfahren, oder vielleicht genau deswegen, nicht davon abhalten ließ, eine karibische Band zusammenzustellen. Nicht nur Kubaner können tanzen, nein, auch Deutsche und sogar Schweden, vor allem aber natürlich auch Musiker aus Puerto Rico, Peru, Chile, Venezuela, Ecuador, Kubaner natürlich, aber eben auch Deutsche.

Und so kommt es hier zu einem einzigartigen Mix welcher auf dramatische Weise Ausdruck in Liedern findet, die von Liebe und Hass, Sehnsucht und Verzweiflung, Scherz und Schmerz handeln und die bedauernswerten Füße voller Verwirrung zurück lässt, nicht wissend, ob sie lachen oder weinen sollen, ob der Schmerz nur ein Scherz ist oder ein Zeichen von tropischem Fieber, aber eines ist sicher: weh tun werden sie, die Füße. Vor allem die deutschen Füße, die stundenlang der Eleganz der karibischen Vortänzer hinterher gehechelt sind ohne auch nur annähernd die Eleganz der Cuba Libre Exporteure zu erreichen. Und somit wird der Fluch der Vorfahren zum unausweichlichen Schicksal, welches auch durch Sehnsucht, Alkohol und Tanzkurse keinerlei Minderung findet. Aber dafür haben wir Autos und die Kubaner nicht. Und wenn mir die Füße weh tun, setze ich mich in mein Cabrio, zische mir einen alkoholfreien Cocktail rein und denke mir, dass mich so der eleganteste und schnellste Kubaner im Leben nicht einholt und auch nicht, wenn er Verstärkung aus Jamaika anfordert. Autos können natürlich Füße und Rhythmus im Blut niemals ersetzen, aber dennoch auch süchtig machen.

Und das sagt die Presse zu Salsamania zum Beispiel Daily X: Salsa wird gehört, getanzt und geliebt. Und Salsa ist das, was der Rock’n’Roll einmal war. Das wird die Fans des King of Rock’n’Roll sicherlich interessieren und könnte für ein komplett neues Zuschauerpotential vor der Hugenottenhalle sorgen. Jetzt gilt es nur für die schmerzenden Füße den gemeinsamen Knotenpunkt zwischen Elvis Presley und Eddie Palmieri zu finden. Die Schnittmenge in den Initialen könnte die Initialzündung für einen völlig neuen Tanzstil sein. Den Roll’n’Salsa oder ähnliches. Wir sind bis zum äußersten gespannt und sorgen für Cocktails und Fußsalben.


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