RÜCKKEHR DER HOSSAPREDIGER

Hossa, hossa, aber hossa! Schlagt die Hacken zusammen und rückt den Partyhut zurecht. Hier geht es gleich heiß her, förmlich eine Nachgeburt der fünften Jahreszeit. Ölt eure Stimmen und sorgt für eine deftige Grundlage im Bauch, die Achterbahnfahrt auf der Konfettikanone verspricht eine turbulente Kaffeefahrt quer durch den Treffpunkt. Bierchen links, Äppler rechts und Jubel gerade aus. Auf der Bühne kredenzen wir keine geringeren als die unglaublich unsäglichen, aber unvernünftig unverbrauchten Aber Hossa aus Frankfurt am Main. Sie versprechen die etwas andere Art des deutschen Schlagers. Das Publikum ist heiß, die Bühne bereit: Schreitet ein in die Arena vollen Frohsinns und legt die Trist beiseite.

SACHSEN VOR SAXONHAUSEN

Es ist jetzt circa 35 Jahre her, dass ich Mallet zum ersten Mal gesehen habe. Es war in Frankfurt Sachsenhausen im Hard Rock Cafe, das leider schon lange nicht mehr existiert. Damals noch ein Geheimtipp, da Mallet es noch nicht geschafft hatte die Bühnen der amtlichen Live-Clubs in Sachsenhausen zu erklimmen. Dieses sollte sich schnell ändern und mir war auch nach ein paar Minuten schon klar warum. Ein energetischer druckvoller Auftritt, der damals noch aus vier Musikern bestehenden Band, fegte wie ein Tornado durch das Hard Rock Cafe und ließ keinen Stein auf dem anderen stehen.

ENDORPHINISCHE EUPHORIE

Endorphinkatapult. Diese Headline vom letzten Jahr hat mich inspiriert. Es wurde erörtert, was mit dem Körper passiert, wenn er sich in einer Hochphase befindet. Was geschieht, wenn Endorphine ausgeschüttet werden und wenn die Euphorie den gesamten Körper flutet? Letztes Jahr haben wir eine Feldstudie durchgeführt, und zwar beim Open Doors in Neu-Isenburg. Denn, wo sonst werden so viele Glücksgefühle zur selben Zeit freigesetzt, wie vor unseren Bühnen in der Hugenottenstadt? Eine ganz besondere Band haben wir in Augenschein genommen und dabei das Publikum beobachtet.

BOB! DIE WETTE GILT...

RADIO BOB! und das OPEN DOORS Festival sind zwei Institutionen in Hessen, die einige Gemeinsamkeiten vorweisen können. Zum einen haben beide Großbuchstaben im Namen, zum anderen lieben beide gute Musik und ziehen viele Menschen an. Der Idealismus, Musikliebhabern Gänsehaut auf Arme und Rücken zu zaubern, ist genauso stark vertreten, wie Menschen emotional zu bewegen, indem gute Musik durch die Gehörgänge fließt und dadurch Euphorie im Gehirn ausgeschüttet wird.

KNIET NIEDER UND BESTAUNT DIE ZOPFMASCHINE!

Der Unterschied zwischen einer Coverband und einer Tributeband ist immens: Während sich  Coverbands verschiedene Songs unterschiedlicher Künstler und Interpreten spielen, meist bunt gemischt und im Stile mannigfaltig, der gecoverten Musik dabei noch oft einen attraktiven eigenen Stempel aufdrücken, orientieren sich Tributebands häufig an nur einer Band oder einem Künstler eines Genres, um mit viel Liebe zum Detail die Täuschung an der Authentizität zum Original perfekt zu machen.

ORCHESTRALISCHE OHRGASMEN

Eine ewige Bastion, das Bollwerk der Stadt, der Fels in der Brandung und natürlich der Dauerbrenner auf dem Open Doors, ehemals Musikspektakel. Sie sind eine ewige Konstante, mit ihnen fing alles an, um sie herum entwickelte sich das Fest. Beim 25. Jubiläum angekommen sehen die Gypsys genauso frisch und sportlich aus wie damals, 1993, als das Musikspektakel seine Premiere feierte.

U2 WANT TO...

Alles einsteigen, zurücktreten bitte, Vorsicht an der Bahnsteigkante. Der Zug rollt an, setzt sich in Bewegung und verschwindet sogleich im Tunnel, direkt vom Proberaum bis zum Open Doors Festival, samt Gleise und Hochspannungsleitungen. Die U-Bahn-Linie U12 ist neu im Rhein-Main-Gebiet und verknüpft sämtliche Proberäume mit Festival-Bühnen. Der bunt bemalte Triebwagen der Firma Düwag mit der Bezeichnung „U2“ war in Frankfurt zwischen 1968 und 1990 im Einsatz, wurde bis 2016 vollends ausgemustert und dient jetzt der Kulturbewegung. Eben kultig wie ein alter Bully, jedoch schadstoffärmer und viel umweltbewusster - fast vegan.

DAMENROCK STATT HERRENHEMD!

Was wäre passiert, wären die Young-Gebrüder damals Schwestern gewesen? Hätten sie auch AC/DC gegründet? Wären sie mit ihren Hits genauso erfolgreich gewesen, hätten sie auch den Rockolymp erklommen und hätten sie letztes Jahr trotzdem Axl Rose in die Band gelassen? Hätte, hätte, Fahrradkette. Dass Hard-Rock eine reine Männerdomäne sein soll, ist auch nur ein Gerücht. Denkt man an Joan Jett, Doro Pesch oder Janis Joplin, ist das haltlose Geschwätz endgültig zerschlagen.

DESIGNERKLANGTEPPICH

Meine lieben Freunde der gepflegten Abendunterhaltung, so etwas gab es bei uns noch nie! Zur Eröffnung der Linkinpartner & Journal Frankfurt Bühne, beim 25. Open Doors Festival, präsentieren wir euch wieder den Newcomer Band Contest. Doch dieses Mal sind wir so richtig kreativ geworden. Die erste Teilnehmerband gibt ein exklusives und absolut unvergleichliches WOHNZIMMERKONZERT auf der Linkinpartner & Journal Frankfurt Bühne.

FORMVOLLENDETE SAITENSPRÜNGE

Vor nicht allzu langer Zeit in einem gar nicht weit entfernten Land wuchs ein kleiner Bub zu einem jungen Mann heran. Schon früh erwachte seine Faszination für Ästhetik und trieb seine Neugier an. Wegbeschreibungen für die Suche nach formvollendeter Schönheit gab es nicht, also ließ er sich treiben, wohin auch immer der Wind ihn führen würde. Und er fand was er suchte. Auf dem hellen Marktplatz eines kleinen Dorfes, stand ein bezauberndes Mädchen mit ihrer Gitarre am Brunnen. Von ihrer Anmut gefesselt, scharten die Menschen sich um sie herum. Auch unser junger Abenteurer war seines Atems beraubt und er wusste, er musste sie haben.

ZICKEZACKEDIGGEBAGGE - OI! OI! OI!

Kupfer hat eine Dichte von 8,96 g/cm3 und sein Schmelzpunkt liegt bei 1083,62 °C. Außerdem kristallisiert es mit kubisch-flächenzentrierter Struktur. Die Dichte von Zink ist mit 7,14 g/cm3 der des Kupfers zwar recht ähnlich, jedoch schmilzt Zink schon bei 419,53 °C, siedet bei 907 °C und kristallisiert mit hexagonal-dichtester Packung. Beim schmelzflüssigen Legieren der beiden Metalle muss, um Zinkabbrand zu vermeiden, genau darauf geachtet werden, dass die Schmelze nicht überhitzt und möglichst schnell nach Erreichen der Gießtemperatur verarbeitet wird. Zusätzlich muss die Schmelzoberfläche abgedeckt werden um eine übermäßige Oxidation durch Aufnahme von Luftsauerstoff zu verhindern.

PLANKROCK? AY!

Man stelle sich fünf ungewaschene Männer vor, die bei frostigen Temperaturen, in Lumpen gekleidet, Rum trinkend, von einem vor einer verschneiten Küste liegenden Schiff aus, ein Hundeschlittenrennen verfolgend und dabei „Arrrrrr“ rufend, in zwischen Planken gespannten Hängematten faulenzen, nachdem ihre letzte Goldschatzsuche von einem riesigen Grizzlybären vereitelt wurde. Nun sollte über die Herren jedoch nicht zu schnell geurteilt werden, die Auffassung von Hygiene und Reinlichkeit ist auf einem Schiff nun mal grundsätzlich eine Andere.

STURZBÄCHE AUS SCHWEISSPERLEN

Dieser eine Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, dieser eine Funke, der den Sprengstoff entzündet, dieser eine Dezibel, der im Gehörgang die Härchen zum bersten bringt, dieses eine Fitzelchen Energie, das ist genau das, was April Art ausmacht. Wo andere nur spielen, sind April Art einen Schritt weiter. Wo nehmen die vier Gießener nur diese ungeheuere Kraft und Ausdauer her? Es sind nicht nur eigene Schweißperlen, die dem Powerquartett im Gesicht herunter rinnen. Fitness-Studio? Brauchen wir nicht. Wir haben April Art.

Und das Rezept ihrer Performance ist so einfach wie ein Drei-Gänge-Menü, das jedoch gleichzeitig am Tisch serviert und direkt in den Kopf gepresst wird. So gibt es zur Vorspeise knackige Kompositionen, die mit so viel Liebe und Wut zu gleichen Teilen in die Musik arrangiert wird, dass es ihr an Emotion wahrlich nicht mangelt. Den Hauptgang servieren sie mit einer schier unbegrenzten Performance, die eigene und fremde Schweißperlen zu Sturzbächen und Wasserfällen werden lassen. Kein Schlag, kein Rhythmus bleibt unbewegt, kein Muskel hängt schlaff am Knochen und selbst die Mimik morpht zu anormalen Verrenkungen beim endlosen Bewegungsdrang der Akteure.

TONIQUILA SUNRISE

Freitagnachmittag, das Wochenende ist in greifbarer Nähe und da klingelt auch schon mein Handy. Meine beste Freundin ist dran, 19:00 Uhr in der S-Bar, sagt sie, die anderen kommen auch. Alles klar, jetzt müssten nur die Zeiger auf der Uhr mal einen Zahn zulegen. Endlich Feierabend, ab auf die Frankfurter Straße und rein in die S-Bar. Wahnsinnig voll ist es, aber ich entdecke meine Mädels an der Theke, genüsslich ihre Cocktails schlürfend und kämpfe mich zu ihnen durch. „Gibt’s hier das neuste Iphone oder was ist los?“ „Quatsch, Toni Leo spielt doch heute!“ „Ach so, Toni Leo! Klar.“ „„Ach, manchmal könnte man echt meinen du lebst hinterm Mond.“ Ich bestell mir erstmal einen Tequila Sunrise, die sind hier einfach der Hammer und schaue mich um. Spannung in der Luft, alles starrt vorfreudig auf die noch unbelebte Bühne und ich bleibe gespannt, was mich wohl erwarten mag. Schlagartig springen alle auf und jubeln. Lederjacke, charmantes Lächeln, Mikro in der Hand, coole Ausstrahlung. Wow. Der Schlagzeuger legt los, die Meute wippt zum Takt, der Gitarrist steigt ein und dann höre ich seine Stimme.

SALZIGE ROCKSUPPE

Zwar klingen die Namen Red Sea und Red Lake verdächtig ähnlich, allerdings besteht das eine aus unglaublich viel Salzwasser, während das andere durch fünf Musiker, die zweifellos die Leidenschaft zu Rock gemeinsam hatten, entstanden war. Wie wir wissen ist das Rote Meer ein beliebtes Touristenziel. Das sauberklare warme Wasser und die riesigen Korallenriffe locken jedes Jahr tausende von Besuchern an, die einen erfrischend abwechslungsreichen Urlaub suchen. Doch auch unsere Variante einer roten Attraktion ist äußert besuchenswert. Red Lake, eine Cover-Rock Band, ist 2004 aus Dreieicher Boden entsprossen und seitdem direkt ein unverzichtbarer Teil der Musikszene im Rhein-Main-Gebiet geworden.

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