PATHOS LEGAL Samstag | 16:00 Uhr - 17:30 Uhr Sonntag| 14:00 Uhr - 15:30 Uhr Sonnenhof Eichenbühl
Philosophische Sonnenanbeter
Pathos Legal. Das habe ich doch schon irgendwo mal gehört. Sind das nicht diese Frankfurter? Ja, die gibt’s doch schon lange, oder? Klar, 2001 haben sie sich gegründet und musizieren sich kreuz und quer durch die Mainmetropole. Ungewöhnliche Orte haben sie bespielt. Darunter reihen sich unter anderem ein Wohnzimmer, ein Zugwaggon, eine Suppenküche und ein Polizeigefängnis? Das ist ja der pure Wahnsinn. Und was haben sich die kreativen Köpfe für das Open Doors einfallen lassen? Den Sonnenhof - scheint wohl so zu sein, als wäre bei Pathos Legal die Sonne garantiert. Also, wenn die Standmeile und die Open Air Bühne ins Wasser fallen, rette sich ein Jeder in den Sonnenhof zur angesagtesten Popband Frankfurts, denn hier scheint es ja wohl hell und warm zu sein! Doch was stellt man sich darunter vor? Popband, Frankfurt, wie passt das denn? Schließlich ist diese Stilistik Kulturmetropolen wie Hamburg, Köln oder Berlin vorbehalten. Aber nein, die Marktlücke wurde entdeckt und ausgenutzt. Fast zehn Jahre, das sind fast 3.600 Kerben in der Wand, hat die Formation auf dem Buckel.
Das Aushängeschild sind wohl Sängerin und Songwriter - die Musik lebt von Texten. Ausgangsbasis hier sind weitreichende Erfahrungen bei literarischen Vortragswettbewerben unter selbsternannten Dichtern und Denkern. Tiefgründige Geschichten erzählen von Himmelskörpern, von Schmetterlingen im Bauch, von Lebenserfahrung und deren Weisheiten. Die zeitliche Abgrenzung des aktuellen Moments wird auf eine unbestimmte Zeit definiert. Wer das nicht versteht, der sollte zuhören. Oder die CD kaufen. Wer da nicht drauf steht, ich sag mal so, für den lohnt es sich bestimmt einmal einen kleinen Blick auf die Bühne zu werfen. Ansehnlich ist die Band allemal. Haben sie doch eine charakterstarke Frontsa…sängerin. Wer sich fragt, „gibt’s die auch verzerrt??“, der ist bestimmt in der TV-Halle besser aufgehoben. Da regnet es ja schließlich auch nicht. Außer Schweiß von der Decke. Allerdings traut sich dort das Licht aufgrund dunkler Gestalten auch nicht wirklich hinein. Wer sich diese Frage aber erst am Sonntagnachmittag stellt, der ist definitiv zu spät dran und hat gefälligst im Sonnenhof zu bleiben, ein Bierchen zu bestellen und eventuell noch ne Haxe auf den Tisch her zu zitieren. Sitzenbleiben, zuhören. Krach gibt’s dann nächstes Jahr wieder.
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