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MIND THE GAEP Samstag | 23:00 Uhr - 23:45 Uhr Volkswagen-Stage (TV-Halle)
Knallhart ohne Brusthaare
 Heavy fu**ing Rock’n’Roll. Was muss man dazu noch sagen – diese Worte sprechen doch für sich. Was erwartet den unwissenden, ungebildeten, unzivilisierten und weichgespülten Alterna-Rocker? Rock von der Stange? Keine Chance! Hier wird noch Maßschneiderei betrieben, ob bei Röcken oder Blusen. Den Stoff amtlich in Whisky gegerbt und mit einem Schuss Hopfenblütentee verfeinert. Bei 180 Grad geschleudert, gänzlich ohne Weichspüler oder Megaperls kommt die Mucke roh und ungesittet aus der Trommel gefallen, astreiner Boozerock. Wer den klaffenden Spalt zwischen Blues und Rock als einen solchen wahr nimmt, sollte sich mal darüber Gedanken machen. Wenn mannshohe Schlüpfer gutbeleibter Weiber auf die Bühne flattern, Blusen und Röcke gelüftet werden und Stofftiere als Schusswaffen fungieren, platzt dem ein oder anderem Musiker auf der Bühne die Jeans. In Zeiten von überproduzierter und bis aufs äußerste glatt polierter Produktionen füllen diese vier Knaben die Lücke und wissen mit solchen Eskapaden umzugehen. Handgemacht und ungehobelt, auf Handbetrieb da wird gehobelt, so wie es einst war und in den tiefen Memoiren eines Altrockers fest verankert ist, kann man die Mucke beschreiben. Sie leben auf der Bühne das Klischee, ein sagenumwobenes, fast vergessenes, aber heimlich herbei gewünschtes Klischee: Sex, Drugs and Rock’n’Roll. Heavy fu**ing Rock’n’Roll.
Wo kommt eigentlich diese unglaubliche, tollkühne und aberwitzige Formation her? Aus den Sümpfen von Urberach? Nein, weit gefehlt! Aus Brankomanien. Das Land in dem Bier in Bächen fließt und Whisky an den Bäumen wächst! Ein wunderschöner Staat im Herzen des Pazifiks gelegen und von zwei Fürsten von Gottes Gnaden regiert. Don Promillo von Brankomanien wird heute Abend zugegen sein und dort die hiesige Bevölkerung in die carobrankische Klangkultur einweisen! Don’t stop the booze. Knallharte Riffs, höllenfeuriges Getrommel, und wah-wah-wahnsinniges Bass-Solo. Krass geil. So wie Led Zeppelin einst berühmt wurde mit Eskapaden in Hotelzimmern, wie Fernseher das Fliegen erlernten oder bei The Who die Gitarren ein jähes Ende an der fiesen Kante des Drumrisers fanden. Jene großen Legenden inspirieren Mind the Gaep. Von Metallica über Pantera bis hin zu Johnny Cash und Bob Dylan. Helden der Jugend, bei dessen Konzerten man auch schon mal sein Gehör verlor. Doch unsere vier gestählten Herren aus der Generation, in der Brusthaare einfach nicht wachsen wollen und die Gitarren tiefer denn je hängen, verkörpern den echten und wahren „booze“. Ja, das sind echte Kerle wie aus dem Bilderbuch: blanke Oberkörper, rotziger Sound, taktlos druffgedrosche und absolut geil. Branko, Mr. V, der verrückte Matze und Ol’ Boozeroony geben euch den Rest. Den allerletzten Rest. Wer es dem Gitarrero headbangend auf Knien rutschend nach dem Feedback suchend nicht gleich tut, hat verloren. Körperkontakt wird nicht gescheut, ob Männlein, ob Weiblein, ob Emo, Hartkerner, Softie, Rocker, Popper oder Hopper, heute Abend wird Brankomanien in die TV-Halle verlegt und Don Promillo macht es euch vor, wie die armen Thekentanten ins Straucheln geraten, weil der Hochprozentige zur Neige gehen wird beim Klang dieser ungesitteten und arschgeilen Boygroup!
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